Gamechanger-Cup in Schwenningen
Turnier zeigt neue Perspektiven auf
Neckarquelle, Jochen Schwillo 31.05.2026

Im Fußball traten beim Gamechanger-Cup im Endspiel in der Altersklasse U15 die Mannschaften „Deutsche Pass“ gegen „Gitterfresse“ an. Foto: Jochen Schwillo
Mit viel Einsatz haben die Organisatoren des ersten Gamechanger-Cups zahlreiche Kinder erreicht. Der Aktionstag in Schwenningen ebnete den Weg in den Vereinssport.
Dribbeln, Pässe, Torjubel – und nur wenige Meter weiter schnelle Körbe und packende Zweikämpfe: Beim ersten Gamechanger‑Cup in den Schwenninger Deutenberghallen gehörten am Samstag Fußball und Basketball ganz den Kindern.
Von der ersten Minute an war zu spüren, dass nicht nur gespielt, sondern mit Leidenschaft gekämpft, gelacht und entdeckt wurde. Die Energie auf den Feldern zeigte, wie viel Potenzial in solchen Aktionen steckt – und wie sehr sie Lust auf mehr macht.
Der Gamechanger‑Cup in Schwenningen hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Er war weit mehr als ein Turnier in den Pfingstferien – er wurde zu einem sozialen Projekt mit spürbarer Wirkung. Ausgerichtet wurde der Cup von der ProKids‑Stiftung gemeinsam mit Fight for your Life. Unterstützung kam von den Kooperationsvereinen Boxing VS, der FSV Schwenningen, den Young Panthers sowie weiteren Partnern. Rund 30 Helfer waren im Einsatz, um den Jungen und Mädchen einen besonderen Tag zu ermöglichen.
Für Oliver Vlcek von Fight for your Life stand früh fest, dass dieses Turnier mehr sein sollte als ein sportlicher Wettkampf. „Wir wollten ein Turnier schaffen, das nicht nur ein Tag voller Spiele ist, sondern etwas, das im Leben der Kinder wirklich etwas verändert“, sagte er. Der Termin in den Pfingstferien war bewusst gewählt: „Da sind viele Kinder hier, die nicht wegfahren können. Genau die wollten wir erreichen.“
Kleine Spielformen sorgen für viele Ballkontakte
Gespielt wurde in zwei Altersklassen, der U15 mixed und der U13 mixed. Im Fußball traten die Teams im Format vier gegen vier plus Torwart an, im Basketball wurde vier gegen vier gespielt. Die kleinen Spielformen sorgten für viele Ballkontakte, kurze Wege und ein hohes Maß an Beteiligung – ideal, um auch Kinder ohne Vereinsbindung mitzunehmen.
Die ersten Anmeldeversuche verliefen jedoch schleppend. „Wir hatten kaum Rückmeldungen“, erinnerte sich Vlcek. Also entschieden sich die Organisatoren für einen ungewöhnlichen Schritt: „Wir sind rausgegangen – wirklich raus. Wir sind in Villingen‑Schwenningen auf 96 Bolzplätze gegangen und haben die Kinder direkt angesprochen.“
ProKids-Stiftung übernimmt Mitgliedsbeitrag für ein Jahr
Der Aufwand lohnte sich. Am Ende kamen 95 Jungen und Mädchen, viele von ihnen ohne Vereinszugehörigkeit. „Die Kids kommen rein, haben Spaß – und das ist das größte Kompliment“, so Vlcek.
Damit der Tag nicht folgenlos bleibt, übernimmt die ProKids‑Stiftung für jedes teilnehmende Kind ohne Vereinsbindung den Mitgliedsbeitrag für ein ganzes Jahr – unabhängig davon, ob es Fußball, Basketball oder eine andere Sportart wird. „Uns war wichtig, dass der Cup ein Startpunkt ist. Wenn ein Kind hier merkt: ‚Sport tut mir gut‘, dann soll es die Chance bekommen, dranzubleiben“, erklärt Vlcek. Die Organisatoren begleiten den Nachwuchs aktiv bei der Vermittlung in passende Vereine; mit einigen Familien stehen sie bereits im Austausch.
Junge zeigt außergewöhnliches Talent.
Auch zwei Scouts waren vor Ort – einer aus dem Fußball, einer aus dem Basketball. Gerade im Fußball gab es eine Überraschung: Ein Junge, der noch nie in einem Verein gespielt hatte und „nur zum Spaß“ im Tor stand, zeigte außergewöhnliches Talent. „Der hat da drin gestanden, als hätte er das schon immer gemacht“, betonte Vlcek. Für ihn werden nun Schritte unternommen, um ihm den Weg in den Vereinsfußball zu ermöglichen.
Auf große Werbung verzichteten die Veranstalter bewusst. „Das sollte kein Event für Zuschauer werden. Es sollte ein Tag für die Kinder sein“, so Vlcek. Parallel zum Turnier gab es in der zweiten Halle ein offenes Training, damit auch diejenigen beschäftigt waren, die gerade nicht spielten. Für viele wurde der Cup zu einem echten Ferien‑Höhepunkt.
Viele Kinde von der Straße geholt
Die Siegerteams qualifizierten sich für die Street Games, die vom 18. bis 21. Juni am Deutenberg anstehen. Plätze sind reserviert, die Teilnahme wird finanziert. „Die Kids freuen sich riesig. Einige haben schon gefragt, ob wir den Gamechanger‑Cup nächstes Jahr wieder machen“, berichtete Vlcek über die Resonanz auf die Premiere. Für ihn steht fest: „Wir haben unser Ziel voll erreicht. Wir haben viele Kinder erreicht, viele von der Straße geholt und ihnen etwas mitgegeben, das bleibt.“
Auch Oberbürgermeister Jürgen Roth war gekommen und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der ProKids‑Stiftung und der Vereine. „Die Leute sind gekommen und haben einen Riesenspaß. Großes Kompliment“, so das Stadtoberhaupt. Mit Jürgen Müller von der ProKids‑Stiftung übernahm er die Siegerehrung – sichtbar mit viel Freude.
Pokale in verschiedenen Altersklassen
In der Altersklasse U15 setzte sich im Fußball das Team „Deutsche Pass“ durch. Auf Platz zwei folgte „Gitterfresse“, Rang drei ging an die „Streetballers“. In der U13 feierten die „Pilmeni“ den Turniersieg, gefolgt von „Que Pasa Loco“ und den „Pumas“. Im Basketball holten sich die „Panthers U15“ den Siegerpokal. Zweite wurden die „Young Panthers Mix“, Platz drei belegten „Die Lautlosen“.
2008 ergriff Joachim Spitz die Initiative: Mit ProKids-VS begann er, bedürftigen Kindern ihre Schulmahlzeit zu finanzieren. Inzwischen besteht seine ProKids-Stiftung aus zahlreichen wunderbaren Projekten die bedürftigen Kindern aus unserer Region zugute kommen.
Seit der Eröffnung der Babyklappe 2010 am St. Franziskusheim konnten bis heute fünf Babys gerettet werden. Und letztlich für liebevolle Familien zur Adoption freigegeben werden. „Jedes Kind soll eine Chance bekommen“, sagt Joachim Spitz. Weitere seiner Projekte, wie die alljährliche Weihnachtswunsch-Aktion, bei der über 300 Kindern ein Herzenswunsch bis zu 20 Euro erfüllt werden kann, oder die Hausaufgabenbetreuung im ProKids-Treff, die Teenie-Mütter-WG oder der ProKids Street-Workout-Park in VS-Schwenningen sind inzwischen nicht mehr weg zu denken. Alles zu sehen im ProKids-Imagefilm.
Der ProKids-Spendensong
Der neue Spendensong: Die Musik des Titels „ProKids macht Kinder glücklich“ stammt von Enrico Falcone, der Text von Heinz E. Klockhaus und eingesungen hat das Lied Cem Yazici („Jam von der Linde“).
Ein persönliches Dankeschön
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Ein persönliches Dankeschön
Einen großen herzlichen Dank Ihnen, Joachim Spitz, persönlich und Ihrer Familie, für die Gründung der ProKids-Stiftung!
Ihr großes Herz, Ihre Unterstützung (besonders der Alleinerziehenden) mit den (mit Sorgfalt und Liebe vorbereiteten) Lebensmittelpaketen, beweist uns, dass wir doch nicht „Allein…“ sind.
Mein 9-jähriger Sohn hat sich sehr gefreut auf so viele essbare Geschenke; und hat gesagt, dass wenn er groß ist und auch ein Geschäftsmann wird, - macht er auch „so was….“.
Ihre gute Tat bleibt für weiteres Leben mit Wärme geprägt im Gedächtnis!
Wir freuen uns mit dem Sohn sehr, dass es noch solche aufmerksame, gefühlsvolle Menschen, wie Sie, Joachim Spitz, in diesem Land gibt.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie starke sibirische Gesundheit und viel Gottes Segen, weil Sie haben das, mit Ihrem großem Herz, wirklich, verdient !
Viele liebe Grüße
Nataliya Baumann-Husar
10 JAHRE BABYKLAPPE
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Babyklappe in Villingen-Schwenningen wurde ein Beitrag im SWR ausgetrahlt. Das knapp 25-minütige Radiofeature wurde am Sonntag, 19. April 2020, um 12.05 Uhr auf SWR2 gesendet. Am 12. März um die Mittagszeit (gegen 12.50 Uhr) lief der Radiobeitrag über die Babyklappe in SWR4 Tübingen und am Nachmittag immer zur halben Stunde eine Nachrichtenminute in den Regionalnachrichten.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/zehn-jahre-babyklappe-vs-100.html
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